Wölfe des silbernen Tränenmondes


 
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 Byor | Der Unnahbare

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Byor

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Anzahl der Beiträge : 169
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BeitragThema: Byor | Der Unnahbare   So Jun 12, 2011 6:48 pm



Byor



Quelle: Kiba Telay http://khevyel.deviantart.com/
(mit Genehmigung)

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Name
Byor

Bedeutung
Haben Namen Bedeutungen? Wenn ja, machen sie uns zu anderen Geschöpfen? Wenn es im Falle von Byor eine Namendeutung gegeben haben sollte, dann hätte man ihn jetzt, viele Jahre später, wohl als unnahbar bezeichnet.

Alter
5 Jahre

Geschlecht
Rüde.


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Aussehen
Wenn man ein Schatten ist, kann man lautlos über die Erde wandern. Den Schwarzen zu beschreiben, bedürfte nicht allzu vieler Worte, war er doch schlicht und ergreifend einfach schwarz. Nein. Wer sich die Mühe machte und genauer hinsah, konnte durch trübe Augen doch soviel mehr sehen. Er war ein Rüde von recht stattlicher Größe und auch sein Ernährungszustand war alles andere als zweifelhaft. Er schien keineswegs am Hungertuch zu nagen und bangen zu müssen, den nächsten Winter nicht zu überleben. Sein Fell machte einen gesunden Eindruck, schimmerte gar in der Sonne und war nicht stumpf, nein, eher das Gegenteil war hier der Fall. Sein Körper trotze nur so vor Kraft, befand er sich doch grad noch im Besten Alter seines Lebens, Muskeln und Sehnen waren kampfbereit und gestärkt, bei jedem seiner Schritte wirkte sein Anblick wie ein perfektes Zusammenspiel seines Körpers, eindeutige Harmonie.


Augenfarbe
Es war schwer diese eigenartigen intelligenten Augen zu beschreiben. Wenn man es musste, würde man sagen, eine Mischung aus dem saftigen gelb einer Sommerblumen und den orange eines Fuchsschwanzschmetterlings, doch eine genaue Definition dieser Farbe gab es wohl nicht. Seine Augen hatten stets dieses leuchte Strahlen. Ein neugieriger Ausdruck, doch immer stets auf Distanz gewahrt.

Fellfarbe
Zu Beginn seines Lebens konnte man ihn einfach nur als schwarz bezeichnen, doch mit jedem Mond er vergangen war und mit jeder Erfahrung, die der Rüde in seinem Leben gesammelt hatte, hatte sich auch sein Fellkleid geändert.
In Vorder- und Unterbrust waren zunehmend weiße, bis silberlich glänzende Fellfärbungen zu erkennen, sein fang hingegen war teilweise ganz und gar weiß. Pfoten, Rückenfell und Rute hingegen waren bisher schwarz geblieben, doch im starken Sonnenschein waren auch hier bräunliche Färbungen zu betrachten.


Größe
Byor erreicht eine stolze Größe von 85 cm.

Gewicht
In seinen besten Zeiten brachte er ein Gewicht von 68 kg mit sich, doch das schwank je nach Jahreszeit und Stimmung.

Besonderheiten
Gab es an Byor etwas Besonderes? Selbst wenn er es wüsste, wäre es ihm wahrscheinlich egal. Außenstehende hätten hier vermutlich seine eigenartigen Augen erwähnt, doch auch das wäre dem Rüden egal gewesen.

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Charakter
Einen Charakter zu definieren ist nicht einfach. In Byors Fall gar unmöglich.
Sein Charakter ist so Facettenreich, das ein mancher meinen könnte, er hätte eine gespaltene Persönlichkeit.
Die Welt hatte es zu Beginn seines Lebens nicht gut gemeint mit dem Rüden, so hatte sich wohl auch sein Charakter geprägt.

Sieht man den Rüden oberflächlich, wirkt er stets freundlich, offen, zu einem Gespräch bereit.
Keiner würde gar tiefgründige traurige Gedanken in ihm vermuten. Doch eines fällt gleich auf, so freundlich und hilfsbereit wie er ist, so unnahbar ist er auch. Körperlicher Kontakt ist ihm eher unangenehm und lässt ihn zurück weichen, zumindest vor flüchtigen Bekanntschaften, gar Unbekannten. Er wirkt wie eine Mauer aus Stein, hart, unangreifbar, doch dem ist bei weitem nicht so.

Byor ist im inneren eine ganz andere Person, eine, die er nicht hinaus lässt. Probleme schluckt er stets hinunter, oder verbannt sie in seinem Kopf in hinterste Ecken, solang er sich damit nicht befassen muss. Sieht er andere Wölfe, die ihre Gefühle offenkundig zur Schau tragen, kann er das nicht. Gefühle auch nur zu erwähnen bereitet ihm Bauchweh.
Aufgrund seiner Geschichte, ist es ihm fast unmöglich anderen Artgenossen vollends zu vertrauen, doch wenn er jemanden, sei es auch nur ein winziges bisschen in sein herz eingelassen hat, würde der Schwarze alles tun, um zu helfen, zu schützen, gar zu sterben, ohne auch nur einen Gedanken für eine Gegenleistung zu erwarten.

Sieht man dem Rüden, seine dicke Mauer auch nicht an, so ist er stets bemüht Kontakte zu finden, vollständige Isolation und Einsamkeit sind für ihn nicht tragbar. Byor ist eigentlich schon zufrieden, wenn er einfach Wölfe in der Nähe hat, die seine Einsamkeit lindern.

Byor ist an den schweren Enttäuschungen seines Lebens nicht zerbrochen, nein, jede einzelne von ihnen hat ihn härter gemacht, abgestumpft. Sollte es jemanden gelingen den Rüden verbal zu verletzen, wird es ihm kaum auffallen, denn er ist gut darin seine Gefühle vor der Welt abzuschirmen. In manchen Fällen ist es aber schon passiert, da hatte er seine Wut und Frustration, Enttäuschung in Wut umgelenkt, das einzige Mittel um seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen und äußerst selten zu beobachten, ist der doch gar im eigentlichen Wesen ein wirklich sensibler Wolf.



Charakterzitat
„Du meinst mich zu Kennen?
Vergiss nicht, Du kennst nur das was ich Dich kennen lasse,
Ich hab gelernt Leid zu ertragen,
Schmerzen zu verbergen und mit Tränen in den Augen zu lachen...“

„Ein Urteil lässt sich widerlegen, aber niemals ein Vorurteil.“

„Die Zeit heilt keine Wunde, man lernt nur mit dem Schmerz zu haben.“


Besonderheiten
Ist nicht jeder Charakter etwas Besonderes? Hat nicht jeder in seinem Leben etwas erlebt, was ihn formt?


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Vergangenheit

Das Leben lässt sich nicht immer beeinflussen, wie man es gern hätte. Nein, viel zu oft schreibt es seine eigene Geschichte. So war es auch in Byors Fall. Sie prägte ihn und machte ihn zu dem Wesen, welches er heute war. Ob diese Geschichte nun gut, oder gar schlecht ist, kann jeder für sich selbst entscheiden.

Sie beginnt mit einem Wolfspaar, nein kein Rudel, einzig einer Fähe und einem Rüden. Jetzt könnte man denken beide waren ein glückliches Paar, doch dem war nicht so. Beide waren Einzelgänger und so waren auch ihre Charaktere. Hart und unnachgiebig. Einst hatte das Schicksal sie zu einer Zweckbeziehung zusammen geführt, denn zwei Jäger waren besser als einer. Zwei Pelze konnten im Winter mehr Wärme bieten als einer und manchmal, ganz selten zwar aber doch gab es diese Momente, da konnten zwei Wölfe die Einsamkeit des Einzelnen stillen.

Doch das Schicksal spielt nicht immer so, wie man es ich wünschte, so gingen die wenigen gemeinsamen Momente im Leben der zwei Wölfe einige gewisse Zeit ohne Konsequenzen aus, doch nicht bei der Letzten.
Schnell schon merkte die Fähe Elana, dass sich etwas in ihrem Körper veränderte, spürte die Tritte, spürte ihren dicker werdenden Leib. Ihr Wegbegleiter Resus merkte davon nichts, dass die Fähe oftmals bissig und zurückweisend war, lag in ihrer Natur und da er keinen Deut besser war, wartete er einfach, bis die Zeit gekommen war, an dem ihr Nutzen wieder gefragt war.

Einige Wochen später konnte die Fähe es nicht mehr verdrängen, der Rüde hatte sie trächtig gemacht und die Zeit der Geburt war nun nahe. Die Fähe wollte keine Welpen, die passten nicht in ihr Leben und sie war auch keine Mutter die sich liebevoll um solche Zwerge kümmern würde. Doch das war nun zu spät. Sie brachte in jener Nacht 4 Welpen zur Welt. Zwei waren tot geboren, vielleicht hatte das Schicksal ein Einsehen mit ihnen gehabt. Zwei lebten. Es waren zwei Rüden, einer war eher schmächtig und wirkte nicht so, als würde der die nächsten Tage überleben, einer war Byor. Ein Ebenbild einer Mutter. Ein unsichtbarer Schatten.
Seine Mutter verschwand nach der Geburt einen ganzen Tag, wollte die Welpen verhungern lassen, doch was auch immer sie dazu bewogen hatte, ihr Instinkt vielleicht, brachten sie zu der kleinen Erdhöhle zurück. Byors Bruder hatte die Nacht nicht überlebt und war gestorben, ihm hatten Nahrung und Wärme gefehlt. Auch Byor war schrecklich unterkühlt und fast gar verhungert, doch er überlebte, da sich Elana nun mehr schlecht als recht um ihn kümmerte.

Byor musste von Beginn an lernen schnell zu sein, sofort zu lernen. Tat er es nicht, wurde er bestraft, von seiner Mutter und von der gnadenlosen Natur ebenfalls. So wusste Byor schnell, wie man Hunger und knurrende Mägen unterdrückte und schwieg, obwohl man doch so viel zu sagen hatte. Es dauerte nicht lange, da entdeckte Resus den Welpen und fand so heraus was sich ereignet hatte. Resus interessierte sich nicht für Byor, machte keinen Hehl aus seinem Hass und benutzte den Welpen oft als Puffer seiner schlechten Launen. So waren auch Bisse und Spuren von Misshandlungen dem Welpen nicht unbekannt.

Doch Byor schaffte es nicht daran zu zerbrechen, er schaffte es um sich eine Mauer zu erbauen, die mit jedem Tag stärker wurde, lenkte Traurigkeit in Wut um. Dahinter konnte er einen Teil seinen eigentlichen, freundlichen und liebenswerten Charakter verbergen, doch er ließ ihn seinen Eltern nicht sehen.
Irgendwie schaffte er es zu überleben, größer zu werden, sich zu wehren, zu jagen. Er lehrte sich Dinge der Natur, folgte seinem Instinkt und festigte eine Stärkten, verbarg seine Schwächen.

Bald schon war er soweit, konnte allein klar kommen. Seine Mutter hatte ihn zwar stets lieblos behandelt, doch die hatte ihn versorgt, bis er es allein konnte. Vielleicht hatte sie auch ein schlechtes Gewissen, doch dann war Byor so weit. Er konnte gehen. Schon mehrere Tage hatte er seine Mutter nicht mehr gesehen, was doch unüblich war, doch auf seinen Streifzügen sollte er den Grund erfahren.

Seine Mutter hatte einen neuen Wurf bekommen, bestehend aus einer Fähe, seiner Schwester. Byor konnte sich noch ganz genau an den Schock erinnern, dass es diesem armen Wesen genauso ergehen würde wie ihm, nur sie war so zart und schwach und liebenswert. Sie würde gegen Resus nicht bestehen können, so viel stand für ihn fest.

Er wusste, dass dieses kleine Wesen, seine kleine Schwester diese Hölle nicht überleben würde, also entschloss er sich zu bleiben. Bei seinen Erzeugern, oder zumindest in der Nähe, um Liara zu beschützen. Byor selbst hatte ihr den Namen gegeben und er behütete die kleine Fähe wie einen eifersüchtigen Schatz, das wertvollste in seinem Leben. Byor stellte sich immer zwischen seinen Vater und Liara, wenn es von Nöten war und so überlebte die Fähe ihre Kindheit relativ unbeschadet.

Dann kam die Zeit, als Liara bereits ein Jahr alt war, bei weitem kein Kind mehr und fähig allein zu überleben. Byor hielt es in der Nähe seiner Eltern kaum mehr aus und wollte Liara mitnehmen, doch so sehr die Fähe auch an ihrem großen Bruder hing, so sehr hing sie auch an ihrer Mutter. Sie glaubte stets an das Gute in Ihr und wollte sie nicht allein lassen.

So kam es, dass Byor am Ende sich dazu entschloss schweren Herzens seinen eigenen Weg zu finden. Sein Gewissen machte es ihm nicht leicht, denn er liebte seine Schwester und hoffte, dass sie stets stark genug sein würde zu überleben.

Zunächst war der Rüde lange Zeit allein unterwegs, denn er hatte ja keine Ahnung, dass es überhaupt Wolfsrudel gab. Erst mit der Zeit fand er zu Teil sein freundliches Wesen wieder, traf auch andere Wölfe und erfuhr so viel über das leben, doch bisher hatte er es stets nie lange bei Ihnen ausgehalten und war weiter gezogen, Jahr und Jahr auf der Suche nach seiner Erfüllung, ob er sie je finden würde?


Eltern
Elana - Als Kind hat er sich gewünscht, sie würde ihn lieben und als das nehmen, was er war, heute wünscht er sich, sie hätte nie existiert.

Resus– Byor würde diesen Wolf niemals als seinen Vater bezeichnen, denn ein Vater, wäre jemand, der seinen Sohn liebt. Resus war zwar sein Erzeuger, aber auch nicht mehr.


Geschwister
Liara – geliebte kleine Schwester. Lia war für Byor eine Art Engel, etwas Heiliges. Sie war die reine Unschuld. Er vergöttert seine Schwester, und kann es sich bis heute noch nicht verzeihen, sie verlassen zu haben. Er hofft inständig Liara eines Tages wieder zu sehen. Zu seiner Liebe hat sich, trotz der Entfernung nichts geändert. Würde sie ihn bitten, würde er für sie sterben.

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Regeln?
Gelesen, verstanden und akzeptiert.

Inaktivität?
Byor darf auf keinen Fall weiter gegeben werden.
Er wird von mir raus geplayt, sollte dies notwendig werden.

Schriftfarbe
#5D7B93


Zuletzt von Byor am So Jun 19, 2011 5:35 pm bearbeitet; insgesamt 7-mal bearbeitet
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Lucia

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BeitragThema: Re: Byor | Der Unnahbare   So Jun 19, 2011 5:48 pm


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