Wölfe des silbernen Tränenmondes


 
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 Legende der Wölfe des silbernen Tränenmondes

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Lucia

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BeitragThema: Legende der Wölfe des silbernen Tränenmondes   Mo März 07, 2011 3:14 pm

~~ Der Anfang von allem ~~

Mama, Mama, wach auf“, die kleine Welpin sprang sehr unsanft auf ihrer Mutter herum. Plötzlich schlug die Fähe ihre Augen auf und sah zu ihrer Tochter, diese hatte gemerkt, dass ihre Mutter wach war und begann loszuplappern: „Sieh, der Mond, er scheint zu weinen…“ Die Fähe lächelte nur und sagte: „Meine kleine Tochter, das sind die Sterne…“ Die kleine silberne Fähe sah ihre Mutter völlig verwirrt an: „Sterne?!“ Die weiße Fähe erhob sich und starrte zum Himmel, ein sehnsüchtiger Seufzer drang aus ihrem Fang: „Ja, Sterne… Sie sind die Seelen der verstorbenen Wölfe, die für uns gekämpft haben, die etwas für das Fortbestehen von uns getan haben…“ Die silberne Welpin setzte sich neben ihre Mutter und fragte voller Hoffnung. „Kommen alle Wölfe an den Himmel? Warum sehen sie nicht aus wie Wölfe, sondern wie kleine gelbe Tupfen…?“ Die Weiße schwieg, denn sie wusste es ja selbst nicht, doch sie sah auf ihre Tochter herab, einige Zeit verging, in der sie lauschte, sie lauschte auf die Geräusche der Natur. Sie stupste die Welpin, die neben ihr saß, an, und wandte sich dieser zu: „Komm mit, ich will dir etwas zeigen…“ Dann erhoben sie sich, die Mutter mit dem Namen Feline ging voran, die Tochter folgte.
„Sieh hier runter…“ die Fähe deutete auf eine Felskante, die Welpin tapste unsicher darauf zu, sie starrte, sah aber nichts, weswegen sie verwirrt ihre Mutter ansah, diese sah die Kleine an und meinte: „Dies ist der Friedhof unseres Rudels, hier werden all jene begraben, die gestorben sind, irgendwann werde auch ich dort liegen und du wirst meinen Platz hier einnehmen.“ Das kleine Fellknäuel blickte erschrocken seine Mutter an: „Wirst du denn nicht immer da sein…?“ Die Fähe lächelte leicht, es war ein trauriges Lächeln: „Nein, meine Kleine, dies ist der Kreislauf des Lebens. Nun lass uns schlafen gehen…“ Beide verschwanden von dem Friedhof, auf dem die Generationen des Rudels lagen.
Ein Jahr war nun vergangen seit die silberne Fähe mit ihrer Mutter geredet hatte. Die Kleine, wie sie immer noch von ihrer Mutter genannt wurde, da sie keinen Namen hatte, war zu einer stolzen und kräftigen Fähe geworden. Eines Tages betraten Menschen das Revier des Rudels, das gewachsen war, doch auch die Größe des Rudels konnte die tödlichen Waffen der Menschen nicht aufhalten und so fiel ein Wolf nach dem anderen. Die Jäger verschwanden mit den Fellen der Wölfe, die Wölfe, welche zu sehr ihr Fell durch Blut und Schmutz verdreckt hatten ließen sie liegen. Feline, die Alphafähe hoffte, dass ihre Tochter entkommen war, dem war auch so, denn plötzlich erschien hinter der Sterbenden ein Schatten. Der Himmel verdunkelte sich und plötzlich verdeckte der Mond die Sonne und da passierte es, der Mond weinte silberne Tränen, die auf die junge Fähe hinab fielen. Feline sah ihre Tochter an: „Silvertear soll nun dein Name lauten…“ dann schloss sie für immer die Augen. Silvertear verschwand aus dem Revier.
Sie kehrte fünf Jahre später wieder, schritt zu dem Berg wo der Friedhof war und streckte ihren Kopf gen Himmel, dann öffnete sie ihren Fang und heulte: "Wölfe, hört, ich, Silvertear, Tochter von Feline und Nortilo bin zurück gekehrt in das Revier meiner Eltern. In diesem Tal werden bald wieder Wölfe leben, schließt euch mit an und werdet ein Teil, der Wölfe des silbernen Tränenmondes."

~~ Ein eigenes Rudel ~~

Viele Läufer schlossen sich Silvertear an, große und kleine Wölfe begannen dem Tal Leben einzuhauchen und wurden von der Alphafähe durch gloreiche Zeiten geführt. An ihrer Seite immer ihr bester Freund Bliz Valor Cerezó und einige Zeit auch eine Fähe mit dem Namen Akirasu. Akirasu verließ das Rudel aber nach einiger Zeit und auch andere Wölfe machte sich auf neue Wege zu suchen. Silvertear fand in der Laufe der Zeit einen Rüden, welchen sie im Rudel aufnahm, er war ein recht Rebell und wollte sie stürzen, zunächst glaubte Silvertear nicht daran, aber eines Tages versuchte er sie in eine tödliche Schlucht zu stoßen und während des Kampfes rutschte die Alphafähe auch ab und glitt in den Abgrund. Aber der Rüde konnte ihr nicht den Todesstoß versetzten und bat Silvertear um Verzeihung, diese gewährt ihm diese und darüber war Clyte, wie der Rüde hieß, sehr überrascht und ihr von da an sehr treu. Clyte wurde ihre Gefährte, auch wenn Bliz, ihr bester Freund zunächst dagegen war, die beiden wurden schließlich aber gute Freunde. Bliz trauerte immer noch seiner Gefährtin Akirasu hinter her und war sehr traurig, dass die Fähe nicht wiederkehrte.
Eines Tages kehrte ein weiterer Rüde in das Revier ein, es war ein schwarzer Wolf, welcher sich später als Sohn von Silvertear entpuppte, er fand in Agkül einer grauen Fähe, eine Gefährtin und Silvertear war sehr froh ihn bei sich zu haben. Das Tal wurde aber einige Wochen danach von einer Flut heimgesucht und nur wenige Wölfe kehrten zurück, Takani verlor Agkül und Silvertear verlor ihren Gefährten Clyte, sie glaubt das er in den Fluten ertrunken ist, denn sonst wäre er zurückgekehrt.
Bliz, Takani, Tolai (eine Fähe, welche schon seit ihrer Welpenzeit im Tal des Tränenmondes lebte) und Kapasch kehrten zurück, der Rest der Wölfe blieb verschwunden, aber zu ihen gesellten sich, die beiden Welpen Nyaris und Dakota, der Rüde Silas, welcher ein sehr aggressiver und angriffslustiger Geselle war. Er war immer wieder darauf aus, die Welpen zu töten, aber keiner der Mitglieder ließ dies zu.
Silvertear sollte aber ein weiterer schwerer Schicksalsschlag treffen, ihr bester Freund Bliz verleiß das Tal eines Tages und kehrte nie wieder zurück. Danach lebte Silvertear nur noch vor sich und eines Tages, als die Welpen groß genug war um für sich selbst zu Sorgen, verließen die Wölfe des silbernen Tränenmondes ihre Heimat und jeder ging einen eigenen Weg, manche reisten kurze Zeit zusammen und trennten sich erst danach.
Silvertear, aber reiste alleine und lernte auf ihrer Reise ihren neuen Gefährten Alador kennen.

~~ Eine neue Familie ~~

Lucia wurde in einer dunklen Nacht geboren, ihre Mutter war sehr abgemagert, denn zu diesem Zeitpunkt gab es nicht so viele Beutetiere und Silvertear lebte ohne den Schutz eines Rudels. Lucia war die einzigste aus dem Wurf welche überlebte, ihre drei Geschwister wurden bereits Tod geboren. Silvertear traf dies schwer, aber dennoch gab die silberne Fähe nicht auf. Ihre Gefährte und Lucias Vater kam täglich und versorgte Mutter und Tochter mit Nahrung. Lucia wuchs behütet auf und Silvertear lehrte sie alles was sie wusste. Lucia hatte trotz dem Umstand, dass sie weder Geschwister oder andere Spielgefährten hatte eine schöne Kindheit.
An dem Tag, an welchem die Fähe ein Jahr alt wurde, verschwand ihr Vater spurlos, bis heute wissen weder Mutter noch Tochter warum oder ob er noch lebt. Oft hat Lucia Silvertear gedrängt ihr doch bitte von ihrer Vergangenheit zu erzählen und die Altwölfin tat es nun schließlich doch. Silvertear erzählte ihr das sie früher zwei Jahre lang ein großes Rudel geführt hätte. Nachdem immer mehr Wölfe verschwanden kam plötzlich eine große Flut und einige der Wölfe ertranken in den Wassermassen, andere konnten fliehen. Silvertear vermutet auch das ihr erster Gefährte Clyte Opfer der Fluten geworden ist. Es kehrten nicht viele der Läufer wieder. Silvertear zerbrach fast seelisch als ihr Bruder im Geiste Bliz aus dem Revier verschwand. Die Fähe vermutet, dass er gegangen ist um zu sterben, denn Bliz war schon sehr alt gewesen. Silvertear löste einige Wochen später das Rudel auf und verschwand aus dem Revier, weit weg von ihrer alten Heimat wurde Lucia geboren. Zwar hatte Silvertear ihren ersten Sohn Takani wieder getroffen, aber sie wusste, dass es für das Rudel besser gewesen war es aufzulösen.
Weiterhin erzählte Silvertear hätte sie hier Alador, ihren neuen Gefährten und Lucias Vater kennen gelernt und wäre dann hier verweilt.
Lucia verstand ihre Mutter nun besser und als die Fähe drei Jahre alt war, holte ihre 10 Jahre alte Mutter sie zu sich. Silvertear wusste das ihr Ende bald kommen würde und sagte zu ihrer Tochter: „Lucia, ich bin sehr stolz auf dich und ich fühle das mein Ende näher rückt. Sei nicht traurig. Ich möchte, dass du mir einen Gefallen tust. Kehre zurück in das Tal des silbernen Tränenmondes und gründe dort ein Rudel und führe es im Gedenken an mich. Meine Tochter, ich wünsche dir alles Gute und leb wohl.“
Nach diesen Worten schloss Silvertear die Augen, Silvertear, welche einst die Wölfe des silbernen Tränenmondes angeführt hatte.
Lucia trauerte um ihre Mutter und heulte noch lange den Vollmond an. Die Fähe glaubte, dass die Sterne in dieser Nacht heller schienen als sonst und aussahen als wären sie die Tränen des Mondes. Als Lucia ihr Geheul beendet hatte, sagte sie: „Mutter, ich werde die Wölfe des
silbernen Tränenmondes neu aufleben lassen und ich werde dich nie vergessen.“ mit diesen Worten verschwand Lucia und kehrte zurück in das Tal des silbernen Tränenmondes.
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